Ich liebe es solche Tage draußen….verweilen in Zeitlosigkeit…der Stille lauschen. Sitzen und sich fortbewegen im ganz eigenen Flow…ohne ein Ziel ohne irgendwohin gehen zu müssen. Einfach da sein im eigenen Tempo, es mir selbst zu erlauben und zu genießen. Mich treiben lassen durch den Wald, so wie es sich im Moment stimmig anfühlt. Dieses Erlauben, einfach da zu sein – ohne Ziel, ohne Müssen – hat etwas sehr Heilsames. Als würde ich mich für ein paar Stunden wieder in den natürlichen Rhythmus einschwingen, den wir so oft übertönen.
Es ist wunderbar die ersten Zeichen des nahenden Frühlings zu spüren. dem geschäftigen Treiben der Vögel im Wald zu lauschen. Die Kraniche mit ihren trompetenden Rufen kündigen schon von Weitem den nahenden Frühling an. Immer wenn ich ihre Rufe höre hüpft alles in mir vor Freude und öffnet mein Herz auf eine einfache und magische Weise. Irgendetwas tief in mir weiß, dass sich damit der Kreis schliesst und auch wieder öffnet. Diese Momente machen durchlässig – nach innen wie nach außen.
Und ein ganz besonderes Geschenk war es für mich, als dieser stolze Rehbock gegen Ende des Tages selbstbewusst aus seinem Tagesversteck auf die Wiese trat. Das sind Momente, in denen die Zeit still steht. Sekunden fühlen sich an wie eine Ewigkeit. Diese stille Übereinkunft zwischen zwei Wesen, die sich sehen, ohne sich zu stören.
Er trete seine runde roch über die Wiese und leckte am Baum gegenüber. Dann stolzierte er weiter und schaute neugierig iin meine Richtung. Er scheint mich nicht zu sehen, doch irgendetwas nimmt er dennoch war. Ich bewege mich nicht, traue mich kaum zu atmen. Er kommt noch ein bisschen näher, inspiziert noch ein bisschen seine Umgebung und geht dann wieder zurück in den Wald. Ich empfinde es als großes Geschenk, wenn Tiere sich nähern und einfach mal neugierig gucken kommen, was da noch so rumsitzt….
In solchen Augenblicken löst sich die Zeit auf, das Ich wird leiser, und für einen Moment bin ich nicht in der Natur – ich bin Natur.





