Zum Jahreswechsel gab es in Finnland besonders viel Schnee. Verglichen mit den letzten 15 Jahren Januar lag dieses Jahr am meisten Schnee, ca. 80 cm. Es hat fast täglich geschneit, so dass der Himmel entsprechend bewölkt war. Klare Tage oder Nächte, in denen man die tiefstehende Sonne oder auch Polarlichter sehen kann, gab es kaum. Von 15 Tagen schaffte es die Sonne an 3 Tagen durch die Wolken. Quantitativ gesehen, mag das wenig erscheinen. Doch wenn die tiefstehende Sonne die Landschaft in blaue oder rötliche Pastellfarben taucht, entschädigt das die lange Wartezeit. Bei -5 bis -25 Grad war es für Finnland verhältnismässig warm.  Der Wind auf den Fjälls kann dennoch sehr kalt sein. Daher empfiehlt es sich ausreichend anzuziehen. Bei mir hat sich das Schichtprinzip mit Daunen- und Merinokleidung bewährt. Ich fange mit weniger Kleidung an, wenn ich in Bewegung bin. Vor Ort, wo ich lange stehe und fotografiere, ziehe ich mir noch eine extra Daunenjacke drüber.

Nicht jeden Tag verbrachte ich draussen in der arktischen Kälte. Ich hatte auch die Möglichkeit in einer Fotohütte auf Steinadler anzusitzen. In den Hütten ist es gemütlich, denn sie sind mit Heizung ausgestattet. So hatte ich das Gefühl eher in einem gut temparierten Wohnzimer zu sitzen, als in der winterlichen Natur. Ich selbst tue mich mit Fotohütten eher schwer, da mir das „ich bin in der Natur“-Gefühl verloren geht, wenn ich in so einer Hütte sitze. Dem Anfüttern stehe ich auch kritisch gegenüber. Denn es ist grundsätzlich mein Wunsch ,nicht in den natürlichen Kreislauf einzugreifen. Andererseits bringen Fotohütten Arbeitsplätze und dem Touristen die einheimische Natur näher ohne die Tiere zu stören. So hat man die Möglichkeit näher an die Tiere zu kommen, als es in der freien Wildbahn möglich wäre. Während ich auf den Steinadler wartete, kamen eine Menge anderer Vögel vorbei: Zwischen die bekannten Hauben-, Kohl- und Blaumeisen, gesellten sich auch Lapplandmeisen. So musste man genau aufpassen, um sie nicht zu übersehen. Der Schwarzspecht kündigte schon von Weitem seinen Besuch mit einem lauten „kjäh“ -Ruf an.  Und auch die Buntspechte liessen sich oft sehen. Nach 4 Stunden warten, kamen auch die Steinadler zu der Futterstelle. Zuerst kam einer blitzschnell durch den Wald zielstrebig zur Futterstelle geflogen und kurz darauf folgte auch der Zweite. Es bestätigt sich wieder, das Warten hat sich gelohnt.

Insgesamt habe ich über 2000 Bilder auf meiner Reise gemacht. Eine Auswahl der meiner Ansicht nach Besten möchte ich Euch hier zeigen:

Und wenn Ihr von Finnland noch nicht genug habt, könnt Ihr in meiner Galerie „Finnland -dunkle Winter“ noch mehr Bilder von meinen Winteraufenthalten dort bestaunen. Viel Spaß beim Schauen. Wenn Euch mein Beitrag gefallen hat, freue ich mich wie immer über einen Kommentar.

Ich wünsche Euch eine gute Zeit in und mit der Natur. Bis bald!

GDT – Vollmitglied
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 Bildagentur

Aktivreisen, Finnland

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