Nachdem die Polarlichtvorhersagen alle keine Aktivität versprachen, habe ich es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht. Als ich 1,5 Stunden später aus dem Fenster schaute, war ich überrascht – Polarlichter am Nachthimmel. Schnell in die Klamotten gesprungen und den fertig gepackten Rucksack geschnappt. Nach einer halben Stunde Autofahrt am See angekommen. Die Polarlichter waren nur noch sehr schwach zu sehen. Wir warteten 2 Stunden in der -20 Grad kalten Winternacht und beobachtete den Himmel. Das kann es doch jetzt nicht gewesen sein?

Wir wechselten den Platz und vertrieben uns die Zeit damit, eine neue gute Stelle für Polarlichtfotografie zu finden. Eine passender Platz war schnell gefunden und so warteten wir wieder. In so einer kalten Winternacht ist jede Minute, die man draussen bei tiefen Temperaturen ausharrt und nichts passiert eine grosse Überwindung. Jede Minute neu muss man entscheiden, ob es noch Sinn macht oder nicht. Insgesamt 4 Stunden vergingen damit, den eigenen Schweinehund zu überwinden, Polarlichtvorhersagen zu interpretieren und den Nachthimmel zu beobachten. Da der Himmel schwarz wie die Nacht war und die Vorhersagen auch keine grosse Aktivität mehr versprachen, entschieden wir uns gegen 23:45 Uhr heim zu fahren. Ein Fünkchen Hoffnung war dennoch in mir, auch wenn mir mein Verstand sagte „es ist sinnlos heute“. Also wir dann 10 Minuten gefahren sind, bemerkten wir hinter Bäumen ein leuchtes Leuchten. Das sind Polarlichter? Oh nein, unglaublich…..Wir traten aufs Gas, um schnell an die erste Stelle am See zurück zukommen. Angekommen, waren die Nordlichter auch schon wieder schwächer. Das muss ein schlechter Scherz sein. Ich fühlte mich schon leicht an der Nase herumgeführt. Ich wollte es einfach nicht war haben, dass ich nun über 3,5 Stunden in der Kälte gewartet habe und am Ende die Polarlichter doch verpasst haben sollte. Nun wollte ich es wissen. Ich stellte mein Stativ auf und entschied solange zu warten bis sie nochmal kommen. Nach ein paar Minuten begann der leichte gräuliche Bogen, der die ganze Zeit am immel zu sehen war,  sich wieder zu bewegen. Daraus entstanden immer wieder neue Formationen, die immer heller wurden und grün leuchteten. Der Feuerfuchs zauberte uns für eine Stunde tolle Polarlichter an den Himmel. Glücklich und zufrieden darüber, dass wir aurora borealis diese Nacht doch zu Gesicht bekamen, fuhren wir nach Hause.

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